Aus dem Nachwort von Andrew Harvey zu "Göttinnen der Himmlischen Galerie" von Romio Shrestha:
Das größte Geheimnis des Universums, das uns die Weisen der großen mystischen Traditionen verraten, besteht darin, daß das Universum Kind einer grenzenlos fruchtbaren Vermählung zwischen allen nur vorstellbaren Gegensätzen - zwischen Transzendenz und Immanenz, Geist und Materie, Dunkelheit und Licht, männlich und weiblich, ist.
Es ist die große Tragödie unserer Welt, daß die ausgewogene Wahrheit dieser Vereinigung in Vergessenheit geriet zugunsten einer fatalen Überbetonung dessen, was man die negativen "maskulinen" Werte von Macht, Kontrolle und Beherrschung, nennen könnte.Dieses Ungleichgewicht hat zu einer katastrophalen Krise geführt, die sich in unserer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Anbetung der Hierarchie zeigt, in der Zunahme von tödlichem Fundamentalismus, in der Vergewaltigung von Natur und Erde und in den Vorstellungen unserer Religionen vom Göttlichen, die die Materie denaturieren, die Sexualität herabwürdigen, die heilige Kraft der Beziehungen entwerten und die Heiligkeit des Lebens selbst radikal untergraben.Dies resultiert in der möglicherweise finalen apokalyptischen Bedrohung unserer Zeit sowie in den Gefühlen von Angst, Sinnlosigkeit und Hilflosigkeit, denen wir alle ausgesetzt sind.
Der große Mystiker und Dichter Friedrich Hölderlin jedoch wußte schon: "Wo aber Gefahr ist, da wächst das Rettende auch".
Die Rettung in unserer Zeit liegt für mich in der vollständigen Rückkehr zum Göttlich-Weiblichen - der Mutter - mit all ihren Stimmungen, Qualitäten,Leidenschaften und Kräften. Nur die Wiederkehr der verbannten und entehrten Braut in all ihrem Glanz kann zu einer authentischen, machtvollen heiligen Vermählung zwischen dem heilungswilligen Maskulinen und dem machtvoll Weiblichen auf jeder Ebene unseres inneren und äußeren Lebens führen. Erst die vollständige Rückkehr der Mutter kann die Menschheit wieder mit ihrem Verständnis für Zusammenhänge, ihrer Identifikation mit allen empfindsamen Wesen in grenzenlosem Mitleid, ihrem großen Aufruf zur Gerechtigkeit für alle und ihrer zärtlichen Wertschätzung allen Lebens erfüllen. Nur diese mütterliche Weisheit und Liebe in allen Lebensbereichen kann die Menschheit jetzt noch retten.
(aus dem Nachwort von Andrew Harvey zu "Göttinnen der Himmlischen Galerie, Romio Shestra)
Das größte Geheimnis des Universums, das uns die Weisen der großen mystischen Traditionen verraten, besteht darin, daß das Universum Kind einer grenzenlos fruchtbaren Vermählung zwischen allen nur vorstellbaren Gegensätzen - zwischen Transzendenz und Immanenz, Geist und Materie, Dunkelheit und Licht, männlich und weiblich, ist.
Es ist die große Tragödie unserer Welt, daß die ausgewogene Wahrheit dieser Vereinigung in Vergessenheit geriet zugunsten einer fatalen Überbetonung dessen, was man die negativen "maskulinen" Werte von Macht, Kontrolle und Beherrschung, nennen könnte.Dieses Ungleichgewicht hat zu einer katastrophalen Krise geführt, die sich in unserer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Anbetung der Hierarchie zeigt, in der Zunahme von tödlichem Fundamentalismus, in der Vergewaltigung von Natur und Erde und in den Vorstellungen unserer Religionen vom Göttlichen, die die Materie denaturieren, die Sexualität herabwürdigen, die heilige Kraft der Beziehungen entwerten und die Heiligkeit des Lebens selbst radikal untergraben.Dies resultiert in der möglicherweise finalen apokalyptischen Bedrohung unserer Zeit sowie in den Gefühlen von Angst, Sinnlosigkeit und Hilflosigkeit, denen wir alle ausgesetzt sind.
Der große Mystiker und Dichter Friedrich Hölderlin jedoch wußte schon: "Wo aber Gefahr ist, da wächst das Rettende auch".
Die Rettung in unserer Zeit liegt für mich in der vollständigen Rückkehr zum Göttlich-Weiblichen - der Mutter - mit all ihren Stimmungen, Qualitäten,Leidenschaften und Kräften. Nur die Wiederkehr der verbannten und entehrten Braut in all ihrem Glanz kann zu einer authentischen, machtvollen heiligen Vermählung zwischen dem heilungswilligen Maskulinen und dem machtvoll Weiblichen auf jeder Ebene unseres inneren und äußeren Lebens führen. Erst die vollständige Rückkehr der Mutter kann die Menschheit wieder mit ihrem Verständnis für Zusammenhänge, ihrer Identifikation mit allen empfindsamen Wesen in grenzenlosem Mitleid, ihrem großen Aufruf zur Gerechtigkeit für alle und ihrer zärtlichen Wertschätzung allen Lebens erfüllen. Nur diese mütterliche Weisheit und Liebe in allen Lebensbereichen kann die Menschheit jetzt noch retten.
(aus dem Nachwort von Andrew Harvey zu "Göttinnen der Himmlischen Galerie, Romio Shestra)